Greg NRJ Berlin

Greg ist neunundzwanzig Jahre alt und Teil der NRJ Berlin-Morningshow mit Nick Sawatzki und Sarah (Montag-Freitag von 5 bis 10 Uhr). Zusammen mit Daniel Krause aka Tattoo Krause, bekannt aus Funk und Fernsehen, hostet er dir NRJ Fridaynights (Freitags 18 bis 22 Uhr). Zudem führt er auf der Youtube Playlist Gregs Hip-Hop Blog, Interviews mit bekannten Rapstars.

Greg ist lebenslustig, witzig und unterhaltsam. Der gebürtige Weddingboy und jetzige Pankower ist einfach immer gut drauf und steckt jeden in seiner Umgebung an. Er hält sich nicht an gesellschaftliche Zwänge und macht einfach das, was ihm Spaß macht. Wir haben ihn im Caras am Potsdamer Platz/Leipziger Platz getroffen und ihm ein paar Fragen gestellt.

Wo bist du aufgewachsen? 

Im Wedding. Mit 13 bin ich nach Pankow gezogen.

Auf welche Grundschule bist du gegangen?

Ich bin auf die Wilhelm-Hauff Grundschule gegangen. Übrigens Kevin-Prince Boateng war ein Jahrgang über mir.

Welche Oberschule hast du besucht? Mit welchem Abschluss hast du die Schule verlassen?

Erst war ich auf dem Bertha-von-Suttner Gymnasium. Ich bin dann auf die Bettina-von-Arnim Gesamtschule gewechselt.

Wo warst du in der Jugend häufig? Lieblingsort in der Jugend?

Jeden Sommer hab ich im Freibad Pankow gelebt. Basketball habe ich mit meinen Kumpels bei den Reinickendorfer Füchsen gespielt. In den Schulferien sind wir meist zu Verwandten in der Nähe von Danzig gefahren. Vor allem in en Sommerferien waren fünf Wochen, echt zu viel.

 

Aktuell wohnst du in Pankow, wie findest du es im Vergleich zur alten Heimat Wedding?

Pankow ist unterschätzt! Pankow sei jwd, dabei bist du mit der U2 in zwei Stationen an der Schönhauser Allee direkt am Mauerpark. Pankow ist kommunikativ und auf dem Boden geblieben. Die Gentrifizierung ist hier langsamer, aber verkommen ist hier noch nichts. So langsam kommen dann doch die Neubauten. Wedding ist das komplette Gegenteil. Es ist einfach multikulturell, verschiedene Ethnien, voller Studenten die bezahlbaren WOhnraum suchen, sowie lauter Verrückter. Wedding ist auch dreckiger als Pankow.

Was ist heute aus deinem Block, in dem du aufgewachsen bist, geworden?

Meine Hood war die Prinzenallee 55. Wir hatten einen großen Innenhof mit schönem Spielplatz, der war riesig. Dazu gibt es immer noch ein Café. Da war ich vor sechs Monaten bei einer Hochzeit. Mittlerweile ist aber alles ein bisschen verkommen.

Was kannst du den Kids aus deinem Block mitgeben? Welchen Tipp kannst du ihnen mit auf den Weg geben?

Schmeißt die Smartphones weg. Hört auf Selfies zu machen! Dafür habt ihr später noch Zeit. Geht raus, auch wenn das Wetter damals gefühlt noch ein bisschen besser war. Wir sind früh's raus und spät nach Haus. Ihr werdet zu schnell erwachsen, die Kindheit ist zu kurz.

Was gibt dir jeden Morgen Kraft, aufzustehen? Was treibt dich im Leben an?

Ich muss um 4:30 Uhr wach sein. Ich mach das jetzt schon sechs Jahre lang und es war noch nie schwer morgens aufzustehen. Mit dem Gedanken es wird gleich richtig Spaß machen, steh ich dann auf, mach ein paar Liegestütze um fit zu sein. Dann ein Kaffee im Auto, dazu Instrumentals an und dann freestyle ich. Um dann im Studio zu merken, dass ich mir im dunkeln eine alte Klamotte angezogen habe, die Flecken hat. Wenn ich dann ein Videointerview habe, frage ich die Kollegen ob sie noch ein Ersatzshirt haben

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Welche Hobbies hast du?

Ich spiele gern Basketball auf den Streetcourts. Mit meinem Skateboard bin ich unfassbar gerne unterwegs. Ansonsten bouldern, Calisthenics und ich rappe unglaublich gerne.

Hast du eine Lieblingssportmannschaft?

Ryan Sheckler (Skateboarder) und ich schaue mir gern die LA Lakers Games an.

Welche Musik hörst du? Hast du eine(n) Lieblingskünstler/-band?

Hip Hop ist mein Favorit. Puuuh... Gibt viele. Als ich klein war, war Eminem ein großes Idol, das ist er heute noch. Mac Miller als Freshmen war krass. Lloyd Banks feiere ich bis heute. SIXTYNINE höre ich gern und Veysel ist killa.

Warst du schon immer Radiomoderator? War es für dich immer klar, dass du Moderator wirst oder gab es einen Plan B? Wo liegen deine Qualitäten?

 

Zum Ende der Schulzeit, kurz vorm Abi stieg der Druck etwas machen zu müssen. Ich war wohl der einzige auf meiner Schule der gern Referate gehalten hat. Dann habe ich aber erstmal eine Ausbildung zum Physiotherapeuten angefangen. Nach und nach merkte ich das es mir nicht gefällt und dann habe ich die nach neun Monaten abgebrochen. Das wollte ich nicht mein Leben lang machen und ich dachte ich werde es bereuen, wenn ich das weiter mache. Dann habe ich hier und da mal gejobbt, war dann bei meinem Onkel in Kanada. Dort habe ich bei ihm in der Firma gearbeitet und bin dann von dort aus durchs Land gereist. Ich hab mich dann einfach mal bei Energy Berlin beworben und hab dann wohl überzeugt. Das hätte ich wohl verpasst, wenn ich den Physio zu Ende gemacht hätte. Mich bringt wenig aus der Ruhe, bin immer gut gelaunt und schaffe es meinem Umfeld unbewusst meinen Slang anzueignen.

Was ist das Highlight deiner Karriere?

NRJ in the Park vor der 30.000 Leute Meute zu performen. Das war heftig. Zusammen mit meinem Kumpel DJ Weeo von NRJ Hamburg haben wir die Leute angeheizt. Die waren so verrückt, es fing an aus Eimern zu schütten, aber die waren so am feiern, denen war es egal. Die Studiogäste sin natürlich auch immer top. Etwas an das ich mich immer erinnern werde, war freestylen mit Justin Timberlake im Hotel Adlon. Das hab ich voll verkackt, aber er war mega nett und tat so als wäre ich Eminem.

Tausende von Menschen gehen Woche für Woche durch Berlins Straßen. Was ist dein Tipp für einen Tag in Berlin? Was muss man gesehen/erlebt haben?

Ich bin ein Sushi-Freak. Generell esse ich gerne. Aber ich koche nicht selbst, gehe lieber essen, dann muss ich nicht abwaschen. (lacht) Mein Tag in Berlin würde zum Lunch mit Schawarma in der Gleimstraße bei Zeddar starten. Die Jungs kenne ich gut und bin dort zwei Mal pro Woche. Danach im Prenzlberg den Fahrradweg auf der Schönhauser Allee runter bis zum Alex. Wenn ihr nicht skaten könnt, nehmt ein Fahrrad. Danach würde ich in einen der unendlichen und vielfältigen Foodstores zu Mittag essen. Vielleicht bei Mikurto Sushi, da gehe ich oft hin. Danach einen freshen Haircut im Friseursalon eines Kumpels in der Florastraße. Was der für Stories erzählt, da muss es verrückt zu gehen. Danach mit der Slagline in den Bürgerpark (Pankow) und zwischen zwei Bäumen aufspannen. Danach nochmal das Skateboard geschnappt und die Behmbrücke (Wedding/Prenzlberg) hinunter bis zum Mauerpark. Während man mit Highspeed aufpassen muss, sich nicht hinzupacken, fährt die S-Bahn unter dir. Geiles Feeling, vor dir der Mauerpark, dahinter der Fernsehturm. Zum Feierabend dann dahin gehen wo die BSR oder Polizei essen geht, die wissen wo es gut ist, denn die machen das täglich. Diesen Tipp hat mir Prinz Pi im Studio gegeben.

Welche Lieblingsorte hast du in Berlin?

Mein Kiez Pankow. Die Florastraße mit dem Kosmetikstudio meiner Mum un dem Kissingenstadion. Dort kennt man sich noch und quatscht miteinander.

 

Was beeindruckt dich an Berlin am meisten? Was ist für dich das Schönste an Berlin?

Beeindruckend, wie Berlin mit der Zerstörung umgeangen ist und mit Rückschlägen umgegangen ist. Hier bist du nie allein. Berlin ist mehrere Städte in einer. Ein bisschen wie NRW, bloß in kompakt. Auf jeden Fall ist Berlin eine einzige Weltreise. Jeder Kiez und seine Bewohner sind anders. Wenn mich jemand fragt, woher ich komme, sage ich am liebsten, dass ich Berliner bin. Die vielen Einflüsse, damit identifiziere ich mich.

 

Hast du einen Wunsch? Wenn du mit einem Satz die Welt verändern könntest, was würdest du sagen?

Ich möchte jetzt keine GNTM-Antwort geben, aber Leute pflegt euere Freundschaften und verliert euch nicht in der Welt von Social Media. Ich bin zwar auch oft dort, aber es gibt nichts besseres als mit Freunden zu chillen. Zwei drei Tage pro Woche frei von Social Media sollte sich jeder gönnen. jeder Tag kann so viel Spaß machen. Tut Sachen, wo die Leute denken, was macht der da? Der ist doch zu alt dafür! Aber genau das macht am meisten Spaß. Seid mehr wie Kinder, die machen es richtig. Kinder schreien und toben rum. Erwachsene können es nicht machen, denn sie müssen sich zurückhalten. Falsch.

 

 

Wir bedanken uns bei Greg the Mag für das nette Interview.

© 2017 by HAUPTSTADTKIND

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